Freitag, 4. März 2011

Über Hundegeschirre

Führgeschirre für Hunde gibt es in tausenden von Ausführungen und dazu gibt es noch mal tausend Experten- Meinungen, ob und wie ein Hundegeschirr angewandt werden sollte.

Ich selbst bin ein ganz klarer Befürworter der Geschirre. Sie lassen den Hals und Kopf des Hundes frei beweglich und ermöglichen dem Vierbeiner so eine freie Orientierung. Selbst wenn die Leine kurz genommen wird, wird der Hund, nicht wie mit dem Halsband, stark am Hals beeinflusst. Zu einem unterbleibt ein unnötig hartes einwirken am Hundehals durch den Hundeführer, zum andern kann der Hund sich durch unvorhersehbare Aktionen nicht selbst strangulieren. Gerade bei einem Hund, der sich aus verschiedenen Gründen sehr ungebärdig und unvorhersehbar verhält, verhindert das Geschirr, dass der Hund ständig ins Halsband springt. Bei ständiger Einwirkung am Hals wird der Hund sonst noch aufgeputschter und abgedrehter, zudem wird der Hals „hart“. Sollte dann einmal eine Einwirkung oder Korrektur über ein Halsband nötig sein, wird diese kaum noch beim Hund ankommen, denn dieser ist abgestumpft.

Was Geschirre können:
  • Die Anwendung des Geschirres schont den Hundehals und lässt ihn weich.
  • Die Anwendung eines Geschirres beugt Kehlkopf- und Wirbelverletzungen vor.
  • Aus einem gut eingestellten Geschirr kann der Hund sich nur sehr schwer bis gar nicht herauswinden.
  • Am Geschirr kann man den Hund für kurze Zeit anheben.
  • Diverse Ausbildungen z.B. Schleppleinen- Training, Schutzdienst oder Fährte erhalten durch Anwendung eines Geschirrs ganz neue Möglichkeiten und minimieren die Gefahr möglicher Verletzungen.

Was Geschirre nicht können:
  • Sie verhindern nicht durch ihre bloße Anwendung, dass der Hund an der Leine zieht.
  • Sie verhindern nicht, dass der Hund sich an der Leine aggressiv verhält.

Zum Schluss gebe ich zu bedenken, dass Geschirre in kritischen Situationen eben durch die Kopffreiheit des Hundes keine hundertprozentige Kontrolle erlauben. Als Beispiel sei die Benutzung des öffentlichen Verkehrs angewendet. Wenn man in der Bahn oder im Bus unterwegs ist, kann es ungünstig sein, wenn der Hund trotz kurzer Leine bequem am nächsten Menschen schnüffeln kann, der so etwas meistens nicht möchte oder sogar Angst hat. Zudem ist man bei einem kräftigen Hund, diesem am Halsband kraftmäßig eher überlegen als am Geschirr.

Meine bevorzugte Marke für die Führgeschirre ist ganz klar Julius K9. Dort habe ich die bisher absolut stabilste Verarbeitung erlebt. Wichtig ist das die Gurte breit genug sind und eben nicht einschneiden. Das Geschirr sollte an den wichtigsten Punkten verstellbar sein, aber nicht derart mit Schnallen überfrachtet, dass überall Druckstellen entstehen.

Chester mit dem Julius K9 Powergeschirr in der Größe 0. 

Dieses Geschirr besitzt zwei verstellbare Gurte: der Brustgurt, der mittels stabilem Klett befestigt wird (keine drückende Schnalle!!!) und den Bauchgurt, der längenverstellbar ist und mittels einer sehr widerstandsfähigen, breiten Plastikschnalle verschlossen wird. Der breite Sattel gibt dem ganzen Geschirr eine hohe Stabilität und gibt einen optimalen Sitz auf dem Rücken. Kostenfaktor ca. 35 €.

Nachteil: Das Geschirr ist relativ voluminös. Manchen Hunden ist das möglicherweise suspekt. Die Haltbarkeit ist bei Chester top und wahrscheinlich lebenslänglich, bei Smarties zeigte sich die Haltbarkeit eher schlecht.

Bei hohem Nutzungsanspruch und extrem zugstarken Hunden, die vor allem oft und mit voller Wucht ins Geschirr springen, kommt das heraus:


Das ist Smarties Geschirr nach einer Nutzungsdauer von 5 Monaten, bei einer täglichen Nutzung von ca. 2 Stunden.
Dazu muss man sagen, dass sie sich oft an der Führleine, sowie an der Schleppleine (10 m Länge) voll ins Geschirr geworfen hat, bei einem Eigengewicht von satten 20 kg. Außerdem hat sie sehr stark und fast ununterbrochen an der Leine gezogen.

Trotzdem werde ich für sie, gerade wegen der Ausbildung und dem Schleppleinentraining beim Geschirr bleiben. Ich bleibe auch bei Julius K9. Sie hat nun ein neues Geschirr der gleichen Firma aber etwas anderer Machart: Das JULIUS K9 - IDC BELT Geschirr (Größe 0).

Es besteht aus 40 mm breitem Gurtband und verzichtet damit auf eine Randvernähung am Sattel, wie sie beim Powergeschirr vorhanden ist. Es ist insgesamt leichter und lange nicht voluminös. Bauch- und Brustgurt gleichen denen des Powergeschirrs. Der Sitz am Hund ist optimal und die Stabilität ist Klasse. Kostenfaktor 15 €. Noch ist das Geschirr neu, in ein paar Wochen kommt ein Kommentar zur Haltbarkeit.




Freitag, 4. Februar 2011

Der Durchbruch

Genau heute um etwa halb drei haben wir es geschafft! Smarties hat einen riesigen Entwicklungssprung gemeistert. Heute war sie zum ersten Mal in der Lage vollkommen frei im Wald mit mir zu trainieren. Ohne 10- m- Leine, ohne Geschirr und ohne Halsband haben wir im Wald, etwa in Randesnähe gearbeitet. Dabei haben wir Fuss, Sitz auf Entfernung, Platz auf Entfernung, abrufen und Apport in unser Training mit eingebaut. Smarties hat sich super tapfer geschlagen und zu keinem Zeitpunkt musste ich Angst haben, dass sie weglaufen und jagen gehen würde. Sie selbst hat einen richtig befreiten und zufriedenen Eindruck gemacht. Voller Freude und Elan hat sie mitgearbeitet.

Ich bin unendlich glücklich über diesen riesigen Fortschritt. Wie oft habe ich nicht schon an meinem Trainingsansatz gezweifelt?! Der Weg bis zum heutigen Training war steinig und mit vielen Kurven verbunden. Das Training habe ich ausschließlich mit Klicker, Leckerli, 10- m- Leine und Spielzeug gestaltet. Nachdem sie auf den Feldern abrufbar war (auch ohne Leine), habe ich das Schleppleinentraining konsequent in den Wald verlegt. Irgendwann konnte ich die Leine auch schon mal fallen lassen und heute konnte ich sie mitsamt Geschirr und Halsband sogar komplett abmachen. Noch ist unser Weg nicht beendet, aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Unser super Winter- Urlaub

Unseren Winter- Urlaub haben wir sowohl in Niedersachsen als auch in Brandenburg verbracht. Wir haben den Winter in vollen Zügen genossen. Smarties war überglücklich als sie zum ersten Mal richtig frei laufen durfte. Endlich konnte sie uneingeschränkt mit Chester toben. Die beiden haben dadurch eine sehr innige Freundschaft aufgebaut. Hier ein paar von mir selbst festgehaltene Impressionen.
eine glückliche Smarties in Freiheit
Fliege- Ohren!
Endlich wird richtig gerauft!!!
Hunde- Lieblingsbeschäftigung Nr. 2 während des spannenden Urlaubs.
Ein ausgelassenes Spiel mit dem Ball.
Schwarz auf weiß!
Ein wunderschöner Märchen- Wald, der ....

... nicht nur Smarties verzaubert hat.
Papa und Chester wurden abgestellt zur Picknick- Bewachung.
Ein goldener Hundeblick voller Liebe.
Ein Winter- Traum!
Chester überwacht das Revier.


Mittwoch, 15. Dezember 2010

Uni- Besuche machen auch Hunde schlauer

Chester begleitet mich regelmäßig in die Uni und hat dabei schon etwas wichtiges gelernt: Wenn der Dozent vorn sagt:"Jetzt machen wir eine Pause!", ist es wichtig als erster schwanzwedelnd auf dem Gang zu sitzen, damit man auch als erster draußen ist und die längstmögliche Pausenzeit draußen genießen kann. Schlauer Hund!

Freitag, 10. Dezember 2010

Smarties auf der Pferd & Jagd, Chester auf der IZH


Jedes Jahr finde auf dem Messegelände in Hannover die Messen „Pferd & Jagd“ und die „Internationale Zuchtschau Hannover“ statt. Diese tollen Ausstellungen wollten wir uns nicht entgehen lassen und so begleitete mich Chester auf die IZH, während Smarties mich auf die Pferd & Jagd begleitete. Beide Messen haben ihren ganz eigenen Reiz und bieten jedes Jahr eine Fülle an brauchbaren und auch unbrauchbaren Neuheiten, begehrte Schnäppchen zum Messepreis, unendlich viele Austauschmöglichkeiten und super spannenden Tage für Hund und Halter. Ich nehme meine Hunde sehr gern mit auf Ausstellungen, um ihnen die große weite Welt ein wenig zu zeigen und um ihre Stresstoleranz gegen Lautstärke, Unruhe, Menschenmassen und fremde Hunde zu trainieren. Natürlich achte ich zwischendurch immer auf ruhige Pausen und vermeide zu starke Überreizungen. Beide Hunde haben immer jede Menge Spaß und genießen die vielen neuen Eindrücke. Nach einer kurzen Akklimatisierung in dieser Umgebung können sie sich schön wieder auf mich konzentrieren und arbeiten sehr gut mit. Chester hat sich wie gewöhnlich anständig auf der Messe benommen, er ist schon routiniert auf solchen Veranstaltungen. Smarties hat sich wacker geschlagen, sie zeigte absolut keine Angst oder Scheu und nach kurzer Zeit machte sie den Eindruck, als hätte sie in ihrem Leben etwas anderes gemacht. Selbst der Bläserchor ließ sie dann kalt. Ich bin sehr stolz auf meine beiden Hunde.

Donnerstag, 25. November 2010

Smarties am Fahrrad - Versuch II

Kurz nachdem Smarties bei mir eingezogen war, versuchte ich mich mit ihr schon am Fahrrad. Das Ergebnis war nicht besonders ermutigend. Smarties konnte kaum die Spur halten, lief planlos mehrere Male ins Rad und wann immer sie etwas spannendes am Wegesrand sah, musste ich schneller sein, als sie. Jetzt Wochen später hat mich das schöne Wetter nochmal aufs Fahrrad gelockt. Diesmal nahm ich gleich beide Hunde mit. Smarties lief auf einen Schlag ganz toll, als ob sie nie etwas anderes getan hätte. Zwischendurch orientierte sie sich an Chester, der, wie immer vorbildlich am Fahrrad lief. Für die Veränderung bei Smarties mache ich sowohl die Pause zwischen den Versuchen, als auch einfach ihre zunehmende Alltagsroutine verantwortlich. Sie zieht zwar sehr stark am Fahrrad, springt aber nicht mehr unkontrolliert aus der Spur. Sie hat eine wahnsinnig starke Kondition und läuft am liebsten in einem sehr schnellen Trab oder im Galopp. Bei Smarties fantastischer Laufveranlagung werden wir demnächst ein wenig Zughundetraining machen.

Dienstag, 23. November 2010

Ein sonniger November- Tag lädt ein zum Toben!

An einem schönen sonnigen Sonntag (21.11.2010) hält es mein Zweier- Rudel drinnen nicht mehr aus. Also raus zum Toben! Die tollen Fotos stammen aus der Linse des passionierten Hobbyfotografen Tobias Haltenhof.

















Über mich

Mein Bild
Meine Natur- und Tierliebe liegt mir einfach im Blut. Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben erinnern, in der mich keine Tiere begleitet hätten. Mit 15 Jahren bekam ich meinen ersten eigenen Hund: den Riesenschnauzer Moray vom Nordexpress. Die Erlebnisse mit ihm waren absolut prägend für mich. Er war ein starker und stolzer Rüde, dem mit Dominanz oder Zwang nicht beizukommen war. Die Zusammenarbeit mit ihm war ein Geschenk und so lehrte er mich in den drei Jahren seines kurzen Lebens ungeheuer viele Dinge über Hunde und Menschen. Meine Hunde und mich verbindet die Lust an der Welt und unsere Freundschaft. Auf dieser Basis arbeiten wir miteinander.

Follower