Heute stelle ich hier das neueste Buch meiner Bibliothek vor: "Spielend Freunde werden" von Patricia B. McConnell und Karen B. London. Es ist ein kleines aber sehr feines Buch, dass sich eingehend mit der Thematik, warum spielen so wichtig für unsere soziale Bindung zum Hund ist, auseinandersetzt. Es wird ausführlich dargestellt, dass das gemeinsame Spiel ein "Beziehungs- Motor" ist. Zudem wird erläutert, wie man Spiel in die Erziehung und Ausbildung integrieren kann und somit bessere Erfolge erzielt. Besonders schön wird beschrieben, wie man mit der Körpersprache zur Spielaufforderung, während des Spieles und zum Ende hin agieren sollte. Desweiteren gibt es ein ganzes Kapitel über Spiele, die nicht gespielt werden sollten, weil sie im Alltag zu Missverständnissen führen oder eine ungünstige Grenzhandlung zwischen Spiel und Aggression darstellen. Ausführlich wird auch die Körpersprache des Hundes, während des Spiels beschrieben und bei welchen Zeichen man vorsichtig werden muss. Einziger Minuspunkt sind die fehlenden Bilder in dem Buch, die muss der Leser mit einem sehr guten Vorstellungsvermögen ausgleichen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die eine gewisse Schwierigkeit beim Spielen mit ihrem Hund haben oder die sich vielleicht noch etwas Feinschliff holen wollen. Es ist kurzweilig geschrieben und angenehm zu lesen. Kostenpunkt: ca. 10 €.
Montag, 29. August 2011
Sonntag, 21. August 2011
Ich verkaufe mein Dog Trike!!!
Ich verkaufe mein Dog Trike auf der bekannten Handelsplattform Ebay. Dort ist es unter folgendem Link zu sehen:
http://cgi.ebay.de/Trainingswagen-Hunde-dog-trike-Hundewagen-/170685189259?pt=de_haus_garten_tierbedarf_hunde&hash=item27bda14c8b
Das Dog Trike eigent sich besonders zur Auslastung von zwei oder mehr laufbegeisterten Hunden. Hunde, die sich gut im Laufhundesport machen würden, erkennt man oft daran, dass sie ersten gerne rennen und zweitens ständig keuchend in der Leine hängen. Leider ist Smarties für dieses Gefährt zu klein und zu leicht, deshalb arbeite ich mit ihr mit dem Bike. Im Laufhundesport sagt man: "Nur ein müder Hund ist ein guter Hund!". An alle Besitzer von sportlichen mittelgroßen bis großen Hunden: schaut euch dieses hübsche, praktische und begeisternde Gefährt an!
http://cgi.ebay.de/Trainingswagen-Hunde-dog-trike-Hundewagen-/170685189259?pt=de_haus_garten_tierbedarf_hunde&hash=item27bda14c8b
Das Dog Trike eigent sich besonders zur Auslastung von zwei oder mehr laufbegeisterten Hunden. Hunde, die sich gut im Laufhundesport machen würden, erkennt man oft daran, dass sie ersten gerne rennen und zweitens ständig keuchend in der Leine hängen. Leider ist Smarties für dieses Gefährt zu klein und zu leicht, deshalb arbeite ich mit ihr mit dem Bike. Im Laufhundesport sagt man: "Nur ein müder Hund ist ein guter Hund!". An alle Besitzer von sportlichen mittelgroßen bis großen Hunden: schaut euch dieses hübsche, praktische und begeisternde Gefährt an!
Freitag, 19. August 2011
Zu Besuch im "Schnapsbrennerei"- Zwinger
Als wir neulich im Umland von Hannover waren, haben wir auch gleich die Chance genutzt und haben mal wieder bei Chester's Züchterin, Erika Habenicht, reingeschaut. Von Erika hat Chester auch seinen schönen Adelstitel: "Chester von der Schnapsbrennerei", selbstverständlich mit ellenlangem Stammbaum! Unser Besuch kam allerdings nicht von ungefähr. Im "Schnapsbrennerei"- Zwinger gab es "große" Neuigkeiten.
So süß kann eine "große" Neuigkeit sein! "Dolli von der Schnapsbrennerei" - der Name ist Programm!!!
Dolli ist nämlich sozusagen die Nichte von Chester, da ihre Mutter Brandy aus der gleichen Verpaarung, wie Chester, aber aus dem vorherigen Wurf stammt. Chester ist also Onkel! Nicht das ihn diese Tatsache wirklich erfreut hätte.... Dolli hingegen war absolut fasziniert von Chester. Oft lief sie ihm nach, um zu sehen, was er treibt. Gespielt hätte sie auch gern mit ihm, aber da ihre Spielaufforderung aus in den Bart springen und verbeißen bestand, war Chester eher abgeneigt. Hier ein paar Impressionen:
Hochwichtige Beobachtung, was Onkel Chester da treibt.
Die Unschuld in Person! Aber Vorsicht - das Mädel hat es mit 10 Wochen schon faustdick hinter den Ohren!
Mittwoch, 3. August 2011
Der Ton macht die Musik! - Ein Artikel über Hundepfeifen
Schon bevor ich Smarties hatte, habe ich mit Chester mit einer Hundepfeife gearbeitet. Es gab eine Zeit, da war ich von Hundepfeifen nicht überzeugt, weil ich von so wenig Material, wie nur möglich, in der Hundeausbildung abhängig sein wollte. Heute sehe ich das anders. Der Ton einer Hundepfeife ist immer gleich, unabhängig von den eigenen Emotionen (Angst um den Hund, Wut auf den Hund, wenn er Ärger macht, außer Atem, weil man dem Hund nachgerannt ist). Die Hundepfeife ist recht laut und kommt auch gegen Wind gut an und wenn man heiser ist oder starke Halsschmerzen hat, ist sie ein wahrer Segen. Heute bin ich von der Arbeit mit der Hundepfeife begeistert.
Bleibt immer noch die Frage des Modells. Von Ultraschall- Pfeifen oder dergleichen rate ich ab, woher soll ich wissen, ob der Hund die Pfeife hört, wenn ich sie nicht höre? Wie soll ich den Hund auf ein Signal trainieren, dass ich nicht wahrnehmen kann? Deshalb benutze ich hörbare Pfeifen. Zu beginn arbeitete ich mit dem folgenden Modell:
Bleibt immer noch die Frage des Modells. Von Ultraschall- Pfeifen oder dergleichen rate ich ab, woher soll ich wissen, ob der Hund die Pfeife hört, wenn ich sie nicht höre? Wie soll ich den Hund auf ein Signal trainieren, dass ich nicht wahrnehmen kann? Deshalb benutze ich hörbare Pfeifen. Zu beginn arbeitete ich mit dem folgenden Modell:
Die obige Öffnung erzeugt einen glatten Ton, die untere Öffnung erzeugt einen Triller. Erhätlich bei Fressnapf, Kostenpunkt: ca. 10 €.
Für Smarties Ausbildung machte ich mir dann Gedanken um das Kommando "Down!", dafür brauchte ich den Triller. Als Testlauf wollte ich Chester beibringen auf den Triller hin zu stoppen. Die Arbeit verlief schleppend und er war nie ohne Handzeichen nur auf den Triller hin in der Lage das Kommando auszuführen. Also machte ich mir meine Gedanken.Da die Pfeife von beiden Seiten aus betrachtet gleich lang ist, erzeugt sie bei der Benutzung der einen Öffnung, jeweils die gleiche Tonhöhe, wie bei der Benutzung der anderen Öffnung. Der Ton ist immer gleich hoch!!!! Nur das wenig markante Heben und Senken des Trillers ist der einzige Unterschied! Wie soll ein Hund diesen Unterschied im Eifer des Gefechts heraushören??? Ich flöhte das Internet und fand in einem Wachtelhund- Forum den Tipp: Ein anderes Modell Pfeife.
Erhältlich bei http://www.romneys.de/, Kostenpunkt: 16 € (ohne Versand). Die längliche Pfeife erzeugt den glatten Ton, die Trillerpfeife den Triller.
Hier sind beide Pfeifen unterschiedlich lang, damit unterschiedliche Tonhöhen bei den unterschiedlichen Pfiffen. Der glatte Ton für´s Herankommen ist deutlich höher, als der Triller. Der Triller kommt gestochen scharf und eindrucksvoll. Chester findet die Übung "auf Triller stehen bleiben" immer noch öde und sinnlos, aber bei Smarties hat es mir die Ausbildung zum "Down!" deutlich erleichtert. Zum Glück war Chester mein Testkaninchen. Danke dafür Chesti! Insgesamt stellt die Pfeife in meinen Augen aus den oben genannten Gründen eine Erleichterung im Alltag mit den Hunden dar, außerdem macht die Arbeit damit viel Spaß!
Freitag, 29. Juli 2011
Unser Kommentar zu dem Dauerregen da draußen....
Chester, Smarties und ich sind alle drei kein Fan von zuviel Sonne und vor allem von übermäßiger Hitze. Insgesamt kommt uns der eher kalte Sommer durchaus gelegen, da es dadurch im Prinzip keine Unterbrechung der Sportsaison gibt. Jetzt müssen wir aber doch zuhause rumsitzen, weil es immer wieder Dauerregen- Phasen von zwei bis drei Tagen gibt. Und wenn man vor lauter Regen die Hand vor Augen nicht sieht, dann macht Sport draußen auch keinen Spaß mehr. Also, lieber Wettergott: Temperatur passt, aber bitte den Regen runterfahren!!!!
Donnerstag, 28. Juli 2011
Lösungsansatz gegen Knautschen
Der erste jagdlich geprägte Aufgabenbereich, den ich mit Smarties überhaupt bearbeitet habe, war der Apport. Sie ist ganz verrückt danach. Sie liebt es loszuschießen (meistens mit einem begeisterten Aufschrei) und mit voller Geschwindigkeit das Dummy aufzunehmen, damit zurückzukommen und eine Belohnung zu kassieren. Auf jeden Fall könnte sie den ganzen Tag apportieren. Bisher haben wir immer mit einfachen Bringhölzer (bis 650 gr) oder mit Dummys (250 gr und 500 gr) gearbeitet. Von Anfang an hat sie jedoch geknautscht. Besonders während des Zurückkommens fasst sie oft nach und drückt dann die Kiefer zusammen. Früher hat sie auch im Vorsitzen geknautscht, das hat sich gegeben, als sie nur noch für ruhiges Halten belohnt wurde. Hier die Folgen des Knautschens:
Ein deutlich mitgenommenes 500 gr Dummy.
Das Bringholz ist total geschreddert.
Auffällig ist, dass harte Sachen (das Bringholz) stärker geknautscht werden als weiche Sachen (Kuscheltiere), die kaum bis gar nicht geknautscht werden. Der Dummy ist mit seiner Plastikbällchen- Füllung genau in der Mitte von hart und weich und wird mittelstark geknautscht. Dummy und Bringhölzer sind etwa ein halbes Jahr alt. Ich habe schon viel übers Knautschen gelesen. Hier meine eigene Theorie, die auch nur für Smarties gilt: Bei ihr ist das Temperament das Problem. Sie ist so geil auf die Aufgabe, dass ihre Kauwerkzeuge offensichtlich genauso hibbelig sind wie der Rest des Körpers. Je hibbeliger sie ist, desto mehr wird geknautscht. Bleibt nur ein Problem, wie den Hund während des Tragens bestätigen???
Der erste Versuch: Smarties läuft mit Dummy im Maul neben mir her und wird für ruhiges Tragen bestätigt. Dieses brachte KEINE Besserung.
Der zweite Versuch: Smarties muss sitzen und den Dummy halten. Ich gehe zwei Schritte zurück und rufe sie mit "Bring's!" (unser Apport- Kommando). Wenn sie es schafft die zwei Schritte OHNE den Griff auch nur zu verändern hinter sich zu bringen, wird sie belohnt. Andernfalls nehme ich ihr das Dummy wortlos ab, warte zwei Sekunden und wiederhole die Prozedur. Dann wird die Tragestrecke immer länger. Damit haben wir das Geknautsche schon um schätzungsweise 80 % verringert. Sie hat verknüpft, dass es nur eine Belohnung gibt, wenn sie das Dummy vollkommen ruhig hält, bei winzigen Bewegungen ist es immer eine Einzelfallentscheidung, weil sie manchmal schon so weich trägt, dass ihr das Dummy fast aus dem Maul rutscht.
Bleibt zum Schluss nur noch eine Kleinigkeit: Wenn sie mit Vollspeed das Dummy greift hat sie ihn fast nie mittig. Ein schief hängendes Dummy ruhig zu halten ist eine ganze Ecke schwieriger als ein gerades Dummy ruhig zu halten.
Samstag, 23. Juli 2011
Zurück im Zughundesport!
Aus aktuellem Anlass soll heute ausnahmsweise nichts Aktuelles, sondern sondern etwas Vergangenes Thema sein. Ich möchte an dieser Stelle über meinen ersten Hund, den Riesenschnauzer Moray vom Nordexpress erinnern und berichten. Ich bekam Moray, als ich 15 Jahre und er 8 Wochen alt war. Es war Liebe auf den ersten Blick. Von Anfang an waren wir absolut unzertrennlich. Moray wurde schnell zu einen großen und starken Rüden mit einem hohen Bewegungsbedarf, der beschäftigt werden wollte. Der VPG- Sport kam für uns nicht in Frage, denn Moray beschützte mich selbstständig und war nicht mehr zu kontrollieren, wenn er der Meinung war mir drohe Gefahr. Ich suchte nach einem andern Sport und fand den Zughundesport. Aller Anfang ist schwer: weder gab es Literatur zu dem Thema noch hatte ich wirklich Erfahrung mit Hundeausbildung. Moray machte es mir weitestgehend leicht: Er war ein Naturtalent. Und was für eins! Wir arbeiteten mit Bike und Sacco- Cart.
Moray vor dem Bike.
Moray vor dem Sacco- Cart.
Wie erwähnt, verfügte Moray über viel Talent in Form von Temperament, Kraft und Arbeitswille. Die ersten Schritte waren leicht: Die Geschirre (ein X- Back der Größe XL von Manmat und ein Pulka- Geschirr der Größe XL von Wolfsong) passten nicht nur auf Anhieb, sondern er akzeptierte sie sofort beim ersten Anziehen und tat als wäre er damit geboren worden. Außerdem ließ er sich beliebige Lasten ans Geschirr hängen (dicke Äste, Autoreifen) und zog einfach munter drauf los. Die ersten und einzigen Probleme kamen mit den Zuggefährten. Beim Sacco- Cart war die Gewöhnungsphase an das Gestänge lang. Immer wieder wurde nur ein- und ausgespannt. Oft sollte er einfach nur stehen und ich legte ihm den Zugbügel auf die Schultern. Für ruhiges stehen, bekam er den Ball. Als diese Hürde geschafft war, war er nicht mehr zu halten. Er zog bis zu 120 kg und war sehr ausdauernd. Oft fuhren wir so Glas wegbringen oder einkaufen ins Nachbardorf. Einmal holten wir auch nachts meine Mama vom Bahnhof ab. Auf dem Rückweg zog Moray uns ohne Probleme beide. Er liebte diese Arbeit.
Mit dem Bike war es anders. Als ich ihn die ersten Male davor spannte, hüpfte er rückwärts und bellend vor dem Vorderreifen her. Er war nicht zu bewegen vorneweg zu laufen. Ich behielt die Ruhe und machte mich mit dem rückwärts vor mir herhüpfenden und kläffenden Hund auf den Weg. Irgendwann verlor er die Geduld, drehte sich um und rannte los. Dafür wurde er ausgiebig gelobt. Seit diesem Moment liebte er auch die Arbeit vor dem Bike. Hier glänzte er mit immenser Verlässlichkeit, selbst beim Anblick von Wild, wich er nicht von seiner Bahn ab. Nur ein einziges Mal stürzte ich mit ihm, weil ich mich grundlos erschreckte und auf einem aufgeweichten Weg falsch bremste.
Grundsätzlich muss man sagen ist dieser Sport absolut faszinierend und ansteckend. Man bewegt sich gemeinsam mit dem Hund und spürt dessen Kraft und Begeisterung am eigenen Leib. Ein besseres Training für Kraft und Ausdauer gibt es nicht. Dieser Sport hat Moray während seiner Magendrehungs-OP das Leben gerettet, indem die Herz- Lungen- Werte so gut waren, das die Ärzte an ihn glaubten und ihn wieder aufwachen ließen, obwohl die Schäden schwer waren. Dadurch wurden ihm weitere 4 Monaten Leben geschenkt. Ebenso ist es ein Charakter- Training für Mensch und Hund, beide müssen sich blind aufeinander verlassen können und in der Lage sein, an einem Strang zu ziehen. Nachdem Moray gestorben war, konnte ich vor lauter Trauer und Verzweiflung den Anblick des Sacco- Cart nicht mehr ertragen und verkaufte ihn. Heute bereue ich das. Da Chester der Arbeitswille fehlt, glaubte ich lange, dass der Zughundesport nun für mich erstmal vorbei sei. Jetzt macht sich zu meiner großen Freude Smarties daran in Morays Fussstapfen zu treten. Zwei erfolgreiche Fahrten mit dem Bike haben wir schon hinter uns, aber davon ein andermal mehr. Hier noch einige alte Bilder von Moray und dem Zughundesport.
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Über mich
- Hundetraining Smarties und Chester
- Meine Natur- und Tierliebe liegt mir einfach im Blut. Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben erinnern, in der mich keine Tiere begleitet hätten. Mit 15 Jahren bekam ich meinen ersten eigenen Hund: den Riesenschnauzer Moray vom Nordexpress. Die Erlebnisse mit ihm waren absolut prägend für mich. Er war ein starker und stolzer Rüde, dem mit Dominanz oder Zwang nicht beizukommen war. Die Zusammenarbeit mit ihm war ein Geschenk und so lehrte er mich in den drei Jahren seines kurzen Lebens ungeheuer viele Dinge über Hunde und Menschen. Meine Hunde und mich verbindet die Lust an der Welt und unsere Freundschaft. Auf dieser Basis arbeiten wir miteinander.







